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Gruse Meilensteine

150 Jahre Maschinenbau

Vom Material Handling für die Landwirtschaft zum Maschinenbauer für die Schwerlastindustrie

„Seit 1869 steht Gruse für Konstruktionen, die technische Probleme lösen und vielfältig eingesetzt werden können. Immer wieder hat Gruse Pioniergeist bewiesen und bedeutende Entwicklungen vorangetrieben. Darum blicken wir im Jubiläumsjahr 2019 auf die vielen Meilensteine von gestern und heute, auf innovative Ideen und Impulse für die perfekte Maschinen- und Anlagenlösung unserer Kunden.“

Ludger Helmig | Geschäftsführer Gruse Maschinenbau

1869

August Gruse gründet seine „Maschinenfabrik für Siedler und Bauern“ in Schneidemühl

Der südliche Teil Pommerns ist in dieser Zeit eines der größten Kartoffelanbaugebiete in Europa. Gruse baut in seiner Fabrik und Eisengießerei vor allem Maschinen und Geräte für die Landwirtschaft.

Seine Landmaschinen vertreibt Gruse unter der Marke SUR – Sonne und Regen. Das Produktprogramm besteht zunächst aus Dreschmaschinen, Göpel-Antrieben und Kartoffelanbaugeräten.

1911

Gruse entwickelt Kartoffelpflanzloch- und Zudeckmaschine

Nachdem bis zur Jahrhundertwende Pflanzkartoffeln noch von Hand in die Furche gelegt wurden, begann Gruse als eines der ersten Werke mit dem Bau von Maschinen, die Pflanzlöcher in gleichem Abstand und gleichmäßiger Tiefe herstellten. Die von Gruse entwickelte Kartoffelpflanzloch- und Zudeckmaschine lieferte nachweislich größere Kartoffelerträge. Mehr als 20 Jahre lang ist sie ein echter Verkaufsschlager und wird in einer Auflage von vielen Tausenden gefertigt.

1913

Gruse Kartoffelgraber sind ein Meilenstein in der Landmaschinentechnik

SUR-Kartoffelgraber, Gruse Ölbad-Roder oder einfach Kartoffelroder stellten im 19. Jahrhundert einen ersten Schritt in der Mechanisierung des Kartoffelanbaus dar. Sie waren zunächst in Form von sogenannten „Schleuderrodern“ ausgeführt. Im Wesentlichen besteht ein Kartoffelroder aus einer Pflugschar, die den Kartoffeldamm aufbricht und einem Schleuderstern, der das Erde-Kartoffel-Gemisch zur Seite schleudert, so dass die Kartoffelleser die Kartoffeln leicht finden und einsammeln können.

Gruse verkaufte Zehntausende seiner Kartoffelgraber.

1930

Gruse konstruiert Vielfachgeräte

Auf Basis seiner Kartoffelkulturgeräte entwickelt Gruse sogenannte Vielfachgeräte für den Pferdezug. Vielfachgeräte bestehen aus mehreren Werkzeugen und können verschiedene Arbeitsschritte kombinieren, z.B. Lochen, Zudecken, Häufeln und Jäten oder sie vereinfachen die Nutzung für vielfältige Zwecke wie auch das Hacken von Rüben.

1947

Aufbruchstimmung - Gruse zieht es ins Weserbergland

Nach dem 2. Weltkrieg siedelt Hans-Joachim Gruse – der Enkel des Firmengründers – in den Westen um und nimmt die Produktion seiner Landmaschinen in Groß Berkel bei Hameln wieder auf.

50er Jahre

Gruse wächst rasant und entwickelt ersten Kartoffellegeautomaten

1952 entwickelt Gruse seine halbautomatische Kartoffellegemaschine. Per Handeinlage in ein senkrechtes Zellenrad können auf diese Weise Pflanzkartoffeln viel genauer und schneller platziert werden. 1956 geht Gruse einen Schritt weiter und konstruiert wieder eine bahnbrechende Neuheit im Kartoffelanbau: den ersten vollautomatischen Kartoffelleger.

Innerhalb kürzester Zeit muss Gruse mehrere Gebäude, Hallen und Lager bauen, um der wachsenden Nachfrage nach seinen Landmaschinen gerecht zu werden.

Mit seinen Rübenköpfern und Kartoffellegern ist Gruse inzwischen über die Landesgrenzen hinaus bekannt und vertreibt beispielsweise seine Rübenköpfschlitten nach England, Frankreich, Belgien und die Niederlande.

1966

Neues Ballen-Fördertechnik-Programm

Mit seiner Ballenfördertechnik setzt Gruse Ende der 60er einen neuen Meilenstein. Passend für jedes Gebäude entwickelt der Landmaschinenbauer Fördergeräte für Stroh- und Heuballen: Ballenarme, Ballenlifte und Ballenfahrstühle. Ein komplettes Programm mit stationären und fahrbaren Anlagen, zum Schräg- oder Senkrechtfördern, für Geradeaus-Förderung oder Umlenkung um 90° ohne zweiten Motor.

1969

100-jähriges Jubiläum - Gruse entwickelt Förderriemen für Kartoffellegeautomat

Gruse feiert sein 100-jähriges Firmenjubiläum mit einem neuen Meilenstein in der Unternehmensgeschichte: Für seine Kartoffellegemaschinen konstruiert Gruse einen mit Kunststoffbechern in Doppelreihen besetzten Gummiförderriemen. Diese Bauart wird das Herzstück der Gruse Legemaschinen und findet in der Praxis große Anerkennung.

1981

Gruse betritt Neuland und konstruiert Hebefix

Die 80er Jahre markieren einen Wendepunkt für Gruse. Neben landwirtschaftlichen Geräten beginnt Gruse mit der Produktion von fahrbaren Hebegeräten, vor allem Scherenhubwagen. Der Hebefix ist für Gruse der erste Meilenstein auf dem Weg zu Deutschlands größtem Hubtischhersteller.

90er Jahre

Gruse auf dem Weg zur Nr. 1

Gruse entwickelt seine Scherenhubtische konsequent weiter und so entsteht das modulare Baukastensystem für Einfachscheren-Hubtische der Serie ELS. Die Tandem-Hubtische der Serie ELT und die Doppelscheren-Hubtische der Serie ELD ergänzen das Produktprogramm. Das modulare Baukastensystem für Hubtische wird zum Rückgrat der Hubtischproduktion und katapultiert Gruse an die Spitze von Europas größten Hubtischherstellern.

2005

Gruse übergibt das Geschäft an Familie Kraft

Gruse hat sich zum Spezialist für die Entwicklung und Herstellung von Handling-Geräten für den innerbetrieblichen Transport und die Materialwirtschaft entwickelt. Überall wo Menschen in Produktionsbetrieben Lasten zu bewegen haben, kommen Gruse Geräte zum Einsatz. Vom kleinen Hubtischwagen bis zu schweren Industrie-Hubtischen mit einer Tragkraft von 30 Tonnen.

2011

Königliche Zeiten für das Handling schwerer Lasten mit Gruse

Der König von Jordanien beauftragt Gruse mit dem Bau eines Hubtisches, der 14 Meter Nutzhub hat und stattliche 26 Tonnen wiegt. Dieser königliche Hubtisch ist eines der ersten Großprojekte, das unter der Leitung des neuen Geschäftsführers Ludger Helmig realisiert wird.

Gruse heute

  • 2017 erweitert Gruse sein Portfolio und entwickelt die erste Systemlösung für die Holzindustrie – eine vollautomatische Astflickanlage.
  • 2018 entwickelt Gruse ein neues Baukastensystem für Fördertechnik
  • Ebenfalls 2018 konstruiert Gruse zwei Trommelwender, die besonders schonend und präzise 3-Tonnen schwere Holzstapel um 180° wenden und transportieren können

Meilensteine der Gruse Unternehmensgeschichte

Vor 150 Jahren gründete August Gruse seine „Maschinenfabrik für Siedler und Bauern“. Landwirtschaft war in dieser Zeit und bis in die 1930er Jahre Handarbeit. Es brauchte viele helfende Hände und statt Traktor unterstützten Pferd oder Kuh bei der Arbeit auf dem Feld. Erleichterung verschafften da die ersten Arbeitsgeräte, z. B. Dreschmaschinen oder Kartoffelgraber, die Gruse zu zehntausenden verkaufte.

 

Viele weitere Landmaschinen und Kartoffelkulturgeräte folgten, u.a. Vielfach- und Schleppergeräte, bis Gruse schließlich in den 70er Jahren die ersten Ballen-Förderanlagen entwickelte und mit seinen Rübenköpfschlitten und Kartoffellegeautomaten europaweit bekannt wurde.

 

In den 80er Jahren betrat Gruse dann Neuland und konstruierte für Industrieunternehmen den Scherenhubwagen „Hebefix“. Aus dem Scherenhubwagen entwickelt Gruse viele weitere Produkte für das ergonomische Material Handling von schweren Lasten. Besonders erfolgreich konstruieren die Ingenieure von Gruse Hubtische in verschiedensten Varianten mit unzähligen Aufbauten und viel Zubehör als Baukastensystem, das so einzigartig wie erfolgreich war und Gruse an die Spitze der europäischen Hubtischhersteller katapultierte.

 

2005 fiel die Entscheidung, einen Geschäftszweig aufzugeben. Ingo Gruse verkaufte das Landmaschinengeschäft. Gruse produzierte damit ausschließlich Hebe- und Fördertechnik für das Material Handling. Schließlich verkaufte Gruse auch diesen Geschäftszweig an die Familie Kraft, die konsequent die Produktion von Handling-Geräten für den innerbetrieblichen Transport und die Materialwirtschaft ausbaute.

 

Im Laufe der Jahre hat sich Gruse Maschinenbau zu einem stark nachgefragten Spezialisten von Sondermaschinen entwickelt, vor allem wenn es um individuelle Lösungen für das Handling schwerer Materialien oder Werkstücke geht.

1869: August Gruse gründet seine „Maschinenfabrik für Siedler und Bauern“ in Schneidemühl

1911: Gruse entwickelt Kartoffelpflanzloch- und Zudeckmaschine

1913: Gruse Kartoffelgraber sind ein Meilenstein in der Landmaschinentechnik

1930: Gruse konstruiert Vielfachgeräte

1947: Aufbruchstimmung - Gruse zieht es ins Weserbergland

50er Jahre: Gruse wächst rasant und entwickelt ersten Kartoffellegeautomaten

1966: Neues Ballen-Fördertechnik-Programm

1969: 100-jähriges Jubiläum - Gruse entwickelt Förderriemen für Kartoffellegeautomat

1981: Gruse betritt Neuland und konstruiert Hebefix

90er Jahre: Gruse auf dem Weg zur Nr. 1

2005: Gruse übergibt das Geschäft an Familie Kraft

2011 bis heute: Königliche Zeiten für das Handling schwerer Lasten mit Gruse